Rosengeranie — mein liebstes Frauenöl

Ich öffne das Fläschchen, und schon beim ersten Atemzug wird es ruhiger in mir. Blumig, ein bisschen süß, mit diesem Hauch Rose, der sofort etwas in mir lockert. Kein lauter Duft. Eher einer, der leise sagt: Setz dich kurz hin, das darf jetzt langsamer werden.

Was sie für mich so besonders macht, ist aber nicht nur der Duft. Es ist ihr Ruf als eines der großen „Frauenöle“ in der Aromapraxis. In der Aromatherapie wird ihr seit langem nachgesagt, ein Öl zu sein, das sich anpasst statt vorzuschreiben — mal eher zurückhaltend, mal eher zugewandt, je nachdem, was der Moment gerade braucht. Sie muss dafür nichts wissen oder analysieren. Sie ist einfach da, wandelbar wie die Momente selbst.

Ein Öl für unberechenbare Zeiten

Ich erlebe die Rosengeranie besonders in Lebensphasen als treue Begleiterin, in denen der eigene Körper sich neu sortiert — in Zeiten, in denen sich der innere Rhythmus verschiebt, mal zu viel, mal zu wenig, selten vorhersehbar, und man sich selbst manchmal fremd im eigenen Körper fühlt. Gerade Frauen in der Lebensmitte kennen dieses Gefühl oft besonders gut. Ein Duft, der sich dem Moment anpasst statt eine feste Richtung vorzugeben, passt in solchen Zeiten oft besser als ein starres Ritual.

Wie ein Duft überhaupt so wirken kann

Das habe ich mich selbst lange gefragt — und finde es bis heute erstaunlich. Der Duft gelangt über die Nase direkt ins limbische System, den Teil unseres Gehirns, der eng mit unseren Emotionen verbunden ist. Kein Umweg über den Blutkreislauf, keine Verzögerung — nur ein Atemzug, und der Duft ist da, wo er dein Gemüt berühren soll.

Ein Öl, das man kennenlernen darf

Ich glaube, ein ätherisches Öl gibt am meisten, wenn man sich Zeit für es nimmt. Nicht einmal benutzen und weiterziehen, sondern ausprobieren, wie es zu einem passt.

Als Massageöl verdünnt über Arme, Nacken oder Bauch verteilt, wirkt sie beruhigend und lässt die Anspannung des Tages abfließen. Ein paar Tropfen im neutralen Shampoo oder Duschgel, und der Duft begleitet dich unter der Dusche. Mit Meersalz im Badewasser wird sie zu einem kleinen Ritual für einen ruhigen Abend. Und in der Duftlampe füllt sie einen ganzen Raum, ganz ohne, dass sie die Haut berührt.

Ein einziges Fläschchen, viele Wege — probier aus, welcher gerade zu dir passt, und was er mit dir macht.

Mehr als ein guter Duft

Neben ihrer Duftwirkung hat die Rosengeranie für mich auch eine seelische Seite. Sie soll das Vertrauen in sich selbst und ins Leben stärken, und dazu ermutigen, auch mal dem Herzen zu folgen statt nur dem Verstand. Genau das, was ich mit einem schönen, leichten Leben verbinde: nicht nur funktionieren, sondern sich auch noch gut dabei fühlen.

Als Naturfriseurin und Aromaberaterin arbeite ich seit zwanzig Jahren mit ätherischen Ölen. Die Rosengeranie gehört zu den Ölen, die mich seit Jahren treu begleiten.

Das Rosengeranienöl, das ich selbst verwende und empfehle, findest du hier: hier*

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