Schön leicht leben
Ich möchte nicht perfekt leben. Ich möchte schön leicht leben.
Vielleicht kennst du das auch.
Manchmal möchte man eigentlich alles richtig machen. Gesünder essen. Bewusster einkaufen. Nachhaltiger leben. Weniger Plastik verbrauchen. Die richtigen Pflegeprodukte benutzen. Sich besser ernähren. Mehr bewegen. Weniger konsumieren. Und natürlich dabei möglichst entspannt bleiben.
Nur irgendwann fragt man sich: Wann genau soll ich eigentlich noch einfach leben?
Dabei mag ich all diese Themen wirklich sehr. Ich finde es spannend, zu erfahren, woher Produkte kommen, welche Inhaltsstoffe in meiner Kosmetik stecken, wie ich nachhaltiger einkaufen kann oder was mir wirklich entspricht. Aber ich möchte daraus keinen Wettbewerb machen, denn ich glaube nicht daran, dass ein gutes Leben daran gemessen werden kann, wie perfekt wir alles umsetzen.
Das Leben ist nicht schwarz oder weiß
Ich mag die Idee von „sowohl als auch“ – vielleicht gerade deshalb, weil ich mich noch nie besonders gut mit „entweder oder“ identifizieren konnte.
Ich kann Naturkosmetik mögen und trotzdem einmal etwas kaufen, das nicht perfekt nachhaltig ist. Ich kann Wert auf Qualität legen und gleichzeitig auf mein Geld achten. Ich kann mich gesund ernähren und trotzdem mit Genuss ein Stück Kuchen essen. Ich kann Nachhaltigkeit wichtig finden und trotzdem Freude an Mode haben. Ich kann bewusst leben und trotzdem einfach mal fünf gerade sein lassen.
Für mich widerspricht sich das nicht – das ist einfach das echte Leben.
Schön aussehen. Schön fühlen.
In meinem Beruf als Naturfriseurin habe ich über die Jahre immer wieder erlebt, wie viel ein gutes Gefühl verändern kann. Natürlich freuen wir uns, wenn wir nach einem Friseurbesuch in den Spiegel schauen und denken: „Das sieht schön aus.“ Aber manchmal passiert noch etwas anderes: Man richtet sich auf, fühlt sich wieder ein bisschen mehr wie man selbst und geht anders durch die Tür.
Und genau dieses Gefühl interessiert mich – nicht nur schön aussehen, sondern schön fühlen. Vielleicht ist das sogar der rote Faden, der sich durch alles ziehen wird, was hier entsteht.
Eine kleine Einladung
Dieser Blog soll deshalb kein Ort werden, an dem ich dir erzähle, was du alles besser machen solltest. Ich möchte lieber gemeinsam mit dir entdecken, recherchieren, ausprobieren, hinterfragen und Dinge miteinander verbinden.
Vielleicht findest du hier etwas, das du ausprobieren möchtest. Vielleicht entdeckst du eine neue Idee oder ein Kleidungsstück, in dem du dich wunderbar fühlst. Vielleicht bekommst du Lust, etwas in deinem Alltag zu verändern. Oder du sitzt einfach mit einer Tasse Kaffee da und liest einen Artikel, weil dir gerade danach war. Das würde mir schon reichen.
Denn vielleicht ist ein schönes Leben gar nicht das Leben, in dem alles perfekt ist, sondern das Leben, in dem wir immer wieder kleine Dinge finden, die uns entsprechen. Und genau darum geht es mir hier – um das, was das Leben natürlicher, schöner und leichter macht.
Das Leben mit seinen Regeln, Pflichten und Freiheiten ist wie ein Sonett: Du bekommst die Form vorgegeben, aber das Sonett selbst musst du schreiben. — Madeleine L’Engle, aus „Die Zeitfalte“